So Freunde, da bin ich wieder.

 

Ist schon eine Weile her, dass ich meine Web-Site aktualisiert habe, aber in der Zwischenzeit hat sich privat  einiges getan, was mich leider vom Schreiben abhielt.

Von wegen, als Rentner ist man "Zeitmillionär" . Dauernd war irgendetwas, weil u.a.:

 Leon, unser Enkel, seine Führerscheinprüfung bestanden hat und  nun stolzer Besitzer einer
 

 

 Yamaha r 125 ist,, sein ganzer Stolz  

 

Und noch ein Ereignis hat die Familie erfreut ! Es ist Familienzuwachs angekommen. Unsere jüngste Tochter hat ein kleines Mädchen, die Carlotta,  zur Welt gebracht. Wahnsinn!

 Allerdings hat Leon (ab jetzt Onkel Leon) so seine Probleme damit: 

"Tja Opa, is `n Mädchen geworden, hat sich was mit  irgendwann mal gemeinsam Mopedfahren und so. Jetzt kanns`te `n Pony kaufen. Aber, ich Idee, wir lackieren den Gaul um in Yamahagrün, brennen dem dann ein Yamaha-Logo auf den A...., und schicken den zum Pferderennen, hat auch was und bringt vielleicht noch Kohle!"

 Nach seiner Logik gehören Frauen wohl nicht aufs  Motorrad. Sehe ich ganz anders, kenne ich doch zwei, die  sehr gut  Motorradfahren. 

 O.K, wir beschließen, das Vorhaben zu verschieben, bis die Kleine fest im Sattel (welchen auch immer) sitzen kann. Wenn es aber bem Pony bleibt, tut mir das Tier jetzt schon Leid, weil Leon seine Vorhaben eigentlich  immer in die Tat umsetzt. Aber lassen wir das, der Gedanke daran soll sich nicht in meinem Kopf festsetzen. 

 

Nach diesem kleinen Ausflug in unser  Familienleben wenden wir uns lieber wieder dem "General" zu.

 

Die Lichtmaschine.....   

 

Das kleine Kraftwerk, das die Stromversorgung sicherstellt, ist eine Gleichstromlichtmaschine mit nur 45 Watt Leistung. Für damalige Verhältnisse wahrscheinlich durchaus ausreichend. Die STVO schrieb noch nicht vor, dass beim Motorradfahren auch am Tage das Fahrlicht eingeschaltet werden muss. Und längere Nachtfahrten  bei "voller" Beleuchtung waren wohl auch nicht an der Tagesordnung.  

 

 

 

 

  Das Bild zeigt die Chinesische Ausführung MZF-11

 

 

Rechnet man die Verbraucher zusammen, so ergeben sich:

 

- Scheinwerfer 25/25W 

- 3Watt für Standlicht Scheinwerfer
- 3 Watt für Standlicht Beiwagen
- 5 Watt Sofitte für Rücklicht Motorrad
- 5 Watt Söfitte für Rücklicht Seitenwagen

 

Das ergibt  schon mal  41  Watt

Wir brauchen aber ja auch noch die Zündung!

Rechnet man diese mit ca. 12 W, benötigen wir also insgesamt ca. 53 W. Zur Verfügung stellt uns das Kraftwerk aber nur, wie oben beschrieben, 45 W. Wir sind also ca. 8 W im Minus.

 

Es wird also während des Betriebes die Batterie zwangsläufig  "leergelutscht".

Und dann stehst du am Straßenrand und denkst: "Wat nu?"

 

Fazit:

Alte LiMa raus, und eine neue mit mehr Leistung einbauen

Es bietet sich an, ein chinesen Teil, die MZF-12A mit 70 Watt  und 10 A einzubauen, dann solltet ihr auf der sicheren Seite sein. Kostet aber so um die 150 €.  

 

Die LiMa sitzt bei der M72 oberhalb des Motors und lässt sich ohne größere Umstände, auch wenn alle anderen Anbauteile montiert sind, schnell ein- oder ausbauen.

   

 

 

Am oberen Bildrand gut zu erkennen: Das kleine Kraftwerk

 

 Angetrieben wird der Generator durch das Stirnrad der Nockenwelle.

 

 

 

Ganz oben, das Zahnrad der LiMa 

 

Das Bild wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Markus:  http://www.seitenventiler.info/13.html  

Besucht mal seine Seite. Da erfahrt ihr weitere interessante Dinge über russische Motorräder.

Danke Markus.

 

 

....und der Regler,

 

der eigentlich nur drei, aber wesentliche Aufgaben hat, nämlich:

1. Regelung der von der Lichtmaschine erzeugten Spannung

 2. Schutz vor Überlastung durch zu hohen Ausgangsstrom

 3. Schutz vor Rückstrom

 

Bei niedrigen Drehzahlen (Leerlauf) sinkt die von der LiMa erzeugte elektrische Leistung.

Ist die von den Verbrauchern "angeforderte" Leistung jedoch höher, wird die Differenz von der Batterie zur Verfügung gestellt. Gibt die LiMa jedoch mehr Saft ab, als von den Verbrauchern benötigt wird, lädt sie die Batterie.

Damit es zu keiner Überladung der Batterie kommt, schaltet man einen (Lade-) Regler dazwischen, der die Ladespannung begrenzt.

 

 

Ich hoffe, ich habe das richtig wiedergegeben. Mechas bitte sofort bei mir melden, wenn irgendetwas nicht stimmt! 

 

 So Freunde des "Eisentretens"

 

Das letzte Kapitel rund um den Motor beschäftigt sich mit der

 

Zündung

 

Ich kann mich noch daran erinnern, dass mein erster Opel, ein Kadett "A" , Bj. 1965 eine Zündanlage hatte, die so was von einfach aufgebaut war, dass man sie, außer dem gelegentlichen Wechsel der Unterbrecherkontakte, wartungsmäßig auch mal  vernachlässigen konnte. Dieser Opel sprang eigentlich immer an.

 

Genauso simpel ist die Zündung der M72 aufgebaut:

-  Zündverteiler mit der Verteilerkappe, dem Verteilerfinger und den Zündkontakten.

- Kondensator 

-  Zündspule mit Zündkabeln zu den 

-  Zündkerzen

 Mehr braucht`s nicht!

 

Sie, die M72, braucht keine hochmoderne elektronische Zündanlage. Sie braucht, wie oben bereits erwähnt, gelegentlich neue Kontakte und das war es dann.  

Natürlich verabschiedet sich auch einmal eine Verteilerkappe, oder wie mir passiert, der Kondensator.

Aber das sind Teile, die kosten nicht die Welt und lassen sich schnell wechseln.

Der Totalausfall einer modernen elektronischen Zündanlage kann aber u.U. schnell  "ins Geld gehen".

 

Warum soll ich also einen alten Bock, der seinen Dienst jahrelang problemlos mit dieser Art von Zündung versehen hat, umrüsten und mit irgendeiner Elektronik bestücken, die er nicht braucht, damit er zuverlässig seinen Dienst versieht? 

 

 

 

                                                             Die Verteilerkappe mit ihren drei Ausgängen

                                                            Mitte zur Zündspule, L + R zu den Zündkerzen   

 

Liebe Freunde, ich wehre mich nicht gegen moderne Technik und bin begeistert von manchen Innovationen der letzten Jahre, die (nicht nur) den Fahrzeugbau oder die Motorentechnik vorangebracht und z.T durchaus revolutioniert haben. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn mein Bock, trotz seiner veralteten Technik, nach dem ersten (!)  Durchtreten des Kickstarters anspringt, als wäre das eine Selbstverständlichke

 

 

 

 

Der Zündverteiler

 

 

Das Thema Zündung einstellen werde ich in einem extra Kapitel beschreiben. Dazu muss u.a. ein Zylinderdeckel entfernt  werden um den Vorgang dokumentieren zu können. Da diese Arbeiten bei mir im Frühjahr sowieso anstehen, werde ich das dann posten.

 

So, liebe Freunde, ich schließe das Thema Motor mit all seinen Baugruppen hiermit ab.

Es würde mich freuen, wenn ihr mich auf Fehler, die sich immer mal einschleichen, hinweist.

Auch bin ich gerne bereit, eure Erfahrungen, Beiträge,Bilder usw. in diese Seite zu integrieren.

Also, alles schicken was ihr so habt, ich freue mich.

 

Ich stelle mit Veröffentlichung dieses Kapitels gleichzeitig eine Bildergalerie ins Netz und hoffe, dass die Bilder euch gefallen.

 

Anfang nächsten Jahres werde ich das nächste Kapitel: "Der Rahmen der m72" veröffentlichen.

 

Bis dahin wünsche ich  euch allen ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und, vor allen Dingen, eine unfallfreie, super Saison 2015.

 

Alles Gute und Gruß aus Bremen

 

Budelmann   

 

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